März 2014 :: Alle Kinder lieben ihre Geschwister

Jesus Christus spricht: Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.
Johannes 13,35
Dieses Wort für den Monat März, stammt aus Jesu Abschiedsreden. 
Zuerst einmal empfinde ich diese Worte wie ein Vermächtnis Jesu an die Jünger damals. Ich sehe sie vor mir. Judas hat die Runde schon verlassen. Die Jünger wissen noch nicht, was sie mit Jesus in den folgenden Tagen erleben werden. In den begonnenen Abschied hinein hören sie dieses Vermächtnis Jesu: „Seid als meine Jünger erkennbar.“
Sie spüren es. Das Leben mit Jesus verändert sich. Seine Reden sind voll Gewicht. Es sind Reden, in de-nen er seine Liebe manifestiert. 
Doch dann werden sie Verhaftung, Anklage, Verurteilung und Kreuzigung erleben. Das Schreckliche, Unfassbare geschieht. Ihre Welt bricht zusammen.
Erst der Ostermorgen bringt Neues. Eine neue Zeit bricht an. Nur langsam öffnet sich den Jüngern die neue Dimension der Liebe Gottes. Es kommen die Tage, da beginnen die Jünger zu reden. Und weil sie als Nachfolger Jesu zu erkennen sind, breitet sich die Botschaft der Liebe Gottes über die Welt aus.
Heute wissen wir: Dieses Vermächtnis Jesu „Seid erkennbar!“ – das hat Jesus viel weiter gemeint, als die Jünger ahnen konnten. Es ist auch unser Erbe. Jesu Vermächtnis, das für uns auch heute noch gilt. 
Ich werde mit Kindern darüber nachdenken, was dieses Erbe Jesu für uns heute bedeuten kann. Die erste Frage könnte sein: „Woran erkennt man uns Christen?“ Was gibt es da wohl für Antworten? Ich weiß sie heute noch nicht. Werden Kinder sagen: „Man erkennt uns Christen daran, dass wir uns untereinander lieben?“ Oder: „In die Kirche kommen Menschen gern, weil sie spüren, hier ist eine liebevolle Atmosphäre, hier sind wir willkommen und angenommen? Hier gibt es etwas, was mir fehlt?“ Wie gesagt, ich weiß es nicht, ich bin gespannt. 
Wir werden entdecken, dass Jesus dem Ganzen eine wichtige Ansage vorausstellt. Er sagt:  
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt. 
Johannes 13,34
Schon beim Lesen wissen wir es. Durch eine liebevolle Haltung als Christ erkennbar sein, ist schwer. Wenn es einfach wäre, würden dann nicht alle Menschen es sehen und bei uns dabei sein wollen? Stellen Sie sich das mal vor. Alle kommen – weil wir diese Liebe leben können.
…wie ich euch geliebt habe.
Diesen Satz werden wir in den Blick nehmen müssen. Wir werden auf Jesus blicken. Mit welcher Haltung ist er Menschen begegnet? Was können wir da lernen? Nein, so ganz allein gelingt uns liebevolle Haltung nicht. Wir brauchen Hilfe aus dem Wort Gottes. Die Welt ist voller Hass und Krieg, voller Lügen und Betrug, voller Ungerechtigkeit und Vorurteil. Wir sind als Christen mittendrin. Ob wir wollen oder nicht. 
Um Liebe zu lernen, brauchen wir Vorbilder. Jesus weiß das. Darum weist er an dieser Stelle auf sich als Vorbild hin. Ich denke, Jesus will uns Menschen mit diesem Liebesgebot einen Ausweg aus den Teu-felskreisen unserer Welt zeigen. 
Er ermutigt uns zum Blickwechsel. Er weiß genau, wie unterschiedlich die Jünger sind. Er kennt ihr Urteil übereinander. So lange er mit ihnen unterwegs ist, in ihrer Mitte ist, können sie sich untereinander durch ihn akzeptieren und annehmen, eben in dieser Weise lieben wie Jesus es meint. Die Unterschiede sind kein Grund zur Trennung. Sie sind das, was sie sind: Von Gott geschenkte Gegebenheiten, die untereinander bereichern. Um der Gemeinschaft mit Jesu willen, sind die Jünger zur Gemeinschaft miteinander bereit. Das ist liebevolle Haltung.
Gottes Liebe in Jesu Liebe veränderte die Welt. So ist sie das Vorbild für jede Liebe. Sie stellt keine Bedingungen. Von den Kindern können wir auch lernen. Es mag nicht immer so aussehen, aber alle Kinder lieben ihre Geschwister. Und dafür gibt es nur einen Grund. Sie sind Geschwister. Kinder der Liebe ihrer Eltern. Sie gehören zusammen. 
Wir gehören als Christen zusammen, will Jesus uns sagen. Wir sind alle Kinder der Liebe Gottes. Das soll die Welt erkennen.
Mit den Kindern werde ich in diesem Zusammenhang auf den auferstandenen Christus blicken. Dieser gibt die Zusage: 
Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt! 
Matthäus 28,20
Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit.
Ihre Christina Katzmann
 
 

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